Auslegung Allgemeiner Versicherungsbedingungen

Allgemeine Versicherungsbedingungen sind so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer sie bei verständiger Würdigung, aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs verstehen muss.

Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit auch auf seine Interessen an. In erster Linie ist vom Wortlaut der jeweiligen Klausel auszugehen.

Der mit dem Bedingungswerk verfolgte Zweck und der Sinnzusammenhang der Klauseln sind zusätzlich zu berücksichtigen, soweit sie für den Versicherungsnehmer erkennbar sind[1].

Bundesgerichtshof, Urteil vom 9. Mai 2018 – IV ZR 23/17

  1. BGH, Urteile vom 13.09.2017 – IV ZR 302/16, r+s 2017, 586 Rn. 13; vom 06.07.2016 – IV ZR 44/15, BGHZ 211, 51 Rn. 17; vom 11.03.2015 – IV ZR 54/14, VersR 2015, 570 Rn. 12; vom 23.06.1993 – IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83, 85 unter – III 1 b jeweils m.w.N.; st. Rspr. []

 

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