Berufsunfähigkeitsversicherung bei jungen Selbständigen

Ist ein Selb­stän­di­ger nicht mehr in der Lage zu arbei­ten, steht schnel­ler die gesam­te Exis­tenz auf dem Spiel als man denkt: sowohl die beruf­li­che Exis­tenz als auch die pri­va­te Situa­ti­on der Fami­lie ist gefähr­det. Etwas Sicher­heit kann da eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung bie­ten. Als Zusatz­ver­si­che­rung zu einer Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung, einer Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung oder einer Ren­ten­ver­si­che­rung ist sie eine sinn­vol­le Ergän­zung. Es ist aber auch mög­lich, die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung als eigen­stän­di­gen Ver­trag abzuschließen.

Im Regel­fall tritt die Ver­si­che­rung ein, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer über einen Zeit­raum von mehr als sechs Mona­ten sei­nen Beruf nicht mehr aus­üben kann auf­grund von Krank­heit oder Unfall. Die Ver­si­che­rungs­leis­tung wird dann ab die­sem Zeit­punkt solan­ge gezahlt, wie die Berufs­un­fä­hig­keit andau­ert. Es sei denn, man hat einen bestimm­ten Ablauf­zeit­punkt ver­trag­lich ver­ein­bart. Mit Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falls fällt auch die Bei­trags­zah­lung weg (Bei­trags­be­frei­ung).

Gera­de bei Selb­stän­di­gen wird das Vor­lie­gen der Berufs­un­fä­hig­keit noch geson­dert geprüft, denn in die­sen Fäl­len geht es nicht nur um die Tätig­kei­ten, die sie selbst aus­üben (Stich­wort: Ange­stell­te). Denk­bar ist z. B., die Auf­ga­ben des durch Krank­heit oder Unfall ein­ge­schränk­ten Chefs im Betrieb durch Umor­ga­ni­sa­ti­on zu dele­gie­ren. Solch eine Neu­struk­tu­rie­rung muss aber für den Selb­stän­di­gen zumut­bar sein, d.h. es dür­fen damit kei­ne gro­ßen finan­zi­el­len Ein­bu­ßen oder hohe Inves­ti­tio­nen ver­bun­den sein. Ist eine Umor­ga­ni­sa­ti­on der Fir­ma nicht mög­lich, tritt die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ein.