Beweislastverteilung in der Krankentagegeldversicherung

Bei einer Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung ist es grund­sätz­lich der Ver­si­che­rungs­neh­mer, der Ein­tritt und Fort­dau­er bedin­gungs­ge­mä­ßer Arbeits­un­fä­hig­keit dar­zu­le­gen und zu bewei­sen hat; die Vor­la­ge ärzt­li­cher Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gun­gen nach § 4 (7) MB/​KT 1978 reicht dafür nicht aus.

Hin­ge­gen ist es Auf­ga­be des Ver­si­che­rers, dar­zu­le­gen und zu bewei­sen, dass sei­ne Leis­tungs­pflicht zu dem von ihm behaup­te­ten Zeit­punkt wegen Berufs­un­fä­hig­keit der ver­si­cher­ten Per­son geen­det hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. Juni 2010 – IV ZR 163/​09