Der Sparstrumpf von heute

In dem neu eröffneten Geldmuseum hat die Deusche Bundesbank einen echten Goldbarren zum Anfassen zur Verfügung gestellt.

Am 17. Dezember 2016 ist das Museum nach diversen Erneuerungen wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Das Museum war Anfang September 2014 für den Umbau und die Neugestaltung geschlossen worden. Mit ihrem Geldmuseum versucht die Deutsche Bundesbank nach eigenen Angaben dem Besucher das Geldwesen näher zu bringen. Neben der Geschichte des Geldes werden die Grundzüge der Geldpolitik erklärt und natürlich über die Aufgaben der Deutschen Bundesbank informiert. In dem Museum werden u.a. Workshops und Vorträge zum Thema angeboten. Eine unvergessene Vorführung dürfte auch der Besuch des 360-Grad-Kinos sein. Ein weiteres Highlight ist ein Goldbarren von zwölfeinhalb Kilogramm, den die Besucher berühren können. Hier wird Geld erlebbar, so dass die Thematik auch einem jüngeren Publikum näher gebracht werden kann.

So wie in früheren Zeiten die Goldvorräte für schlechte Zeiten auf die „hohe Kante“ oder in den Sparstrumpf gelegt worden sind, ist in der heutigen Zeit keine angemessene Vorsorge zu treffen. Vieles läuft heute in Form des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Wer für sein Alter vorsorgen möchte oder auf Schicksalsschläge wie Unfall, Krankheit oder Berufsunfähigkeit vorbereitet sein will, hortet kein Bargeld unter der Matratze. Vielmehr dienen Unfall-, Lebens- und Rentenversicherung der Vorsorge. Doch mit den sinkenden Zinsen hat die Attraktivität dieser Form der Vorsorge abgenommen. Bei Sparkonten beginnt das Problem noch drastischer zu werden: Die ersten Banken haben begonnen, von ihren Kunden für Guthaben auf dem Konto „Strafzinsen“ zu verlangen. Als Folge der Negativzinsen, die von der Europäischen Zentralsbank für die Einlagen der Banken von diesen verlangt werden, haben die Banken die Kosten an ihre Kunden weitergegeben.

Daher wird immer mehr auf Alternativen zur Vorsorge gesetzt. So haben z.B. Investitionen in den Immobilienmarkt und der Aktienhandel in letzter Zeit zugenommen. Nach dem Grundsatz „Kauf spart Miete“ sorgen Viele durch ein Eigenheim fürs Alter vor. Wer dagegen sein Kapital vermehren möchte, um die Folgen einer Erwerbsunfähigkeit abzumildern, zieht andere Investitionen vor. Von der Risikobereitschaft hängt es ab, ob man konservativ in Aktien investiert, oder z.B. mit Differenzkontrakten handelt. Bei den sog. CFDs wird auf steigende oder fallende Kurse spekuliert. Möglich ist das mit Währungen, Rohstoffen oder auch Aktien. Zu bedenken ist, dass es neben der Gewinnmöglichkeit auch ein Risiko zu verlieren gibt, dass die Einlagen enorm übersteigen kann.

 

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