Haftpflichtversicherung – Gewässerschadenhaftpflicht

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung deckt das Risiko von Schäden, die dadurch entstehen, dass Heizöl oder andere gewässerschädliche Stoffe in das Grundwasser eindringen.

Die Besitzer von Öltanks haften nach § 89 Abs. 2 auch ohne eigenes Verschulden in unbegrenzter Höhe für die Schäden, die durch eine von austretendem Öl verursachte Gewässerverunreinigung entstehen einschließlich der durch die Ölverunreinigung des Wasser erforderlich gewordenen Sanierungskosten (§ 90 WHG). Hinzu kommt noch die Haftung für die Sanierungskosten des von dem ausgetretenen Öl verunreinigten Bodens, für die der Besitzer gemäß § 4 Abs. 3 BBodschG ebenfalls unbeschränkt einzustehen hat.

Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung wird daher insbesondere für Hausbesitzern angeboten, deren Haus mit einer Ölheizung beheizt wird und daher über über oberirdischen oder unterirdischen Öltank verfügt (“Öltankversicherung”).

Die Gewässerschadenhaftpflichtverischerung kommt innerhalb der vereinbarten Versicherungssumme für die beschriebenen Kosten der Schadensbeseitigung und der Sanierung auf. Darüber hinaus werden dem Versicherungsnehmer auch diejenigen Kosten ersetzt, die ihm bei dem Versuch entstanden sind, die Schäden abzuwenden.

Im Übrigen gelten auch für die Gewässerschadenhaftpflichtversicherungen die allgemeinen Regeln der Haftpflichtversicherung.

 

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