Haftpflichtversicherung – Jagdhaftpflicht

Die Jagdhaftpflichtversicherung deckt ein spezielles, von der [postid=520]Privathaftpflichtversicherung[/post] nicht umfasstes Risiko ab, sie tritt für die Schäden ein, die der Inhaber eines Jagdschein Jagdscheininhaber in Ausübung der Jagd schuldhaft (fahrlässig) einem Dritten zufügt.

Daneben umfasst die Jagdhaftpflichtversicherung typischerweise auch noch die Tierhalterhaftpflichtversicherung für bis zu zwei Jagdhunde, zwei Frettchen und zwei Beizvögel.

Die Jagdhaftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung: Ein Jäger kann einen einen Jagdschein nur dann lösen (erhält ihn also nur dann von der Jagdbehörde), wenn er über eine Jagdhaftpflichtversicherung verfügt. Den Nachweis hierüber muss er bei der Beantragung des Jagdscheins und bei jeder Verlängerung erbringen. Die von dem Jäger vorzulegende Versicherungszusage muss dabei mindestens die Laufzeit des beantragten Jagdscheins (bei einem Jahresjagdschein also bis zu drei Jahre) umfassen.

Aber auch wenn ein ehemaliger Jäger seinen Jagdschein nicht mehr verlängern will, muss er u.U. das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nachweisen, nämlich immer dann, wenn er seine Jagdwaffen behalten will.

Für die Jagdversicherung sind bestimmte Mindestversicherungssummen vorgeschrieben, nämlich

  • 500.000,- € für Personenschäden und
  • 50.000,- € für Sachschäden.

In Anbetracht der unbegrenzten persönlichen Haftung des Jägers werden jedoch bei der Jagdhaftpflichtversicherung üblicherweise mindestens Versicherungssummen von pauschal 5 Mio. € für Personenschäden und Sachschäden vereinbart.

Im Übrigen gelten für die Jagdhaftpflichtversicherung die allgemeinen Regeln für Haftpflichtversicherungen.

 

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