In-vitro-Fertilisation und die private Krankenversicherung

Im Streit um die Erstat­tungs­fä­hig­keit von Kos­ten für repro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Behand­lun­gen (hier Inse­mi­na­ti­ons­be­hand­lun­gen, In-vitro-Fer­ti­li­sa­tio­nen mit intra­cy­to­plas­ma­ti­schen Sper­mi­en-Injek­tio­nen) genügt der Ver­si­che­rungs­neh­mer einer pri­va­ten Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung der ihn tref­fen­den Dar­le­gungs- und Beweis­last für das Vor­lie­gen einer bedin­gungs­ge­mä­ßen Krank­heit, wenn er nach­weist, dass bei ihm eine Sper­mi­en­ano­ma­lie vor­liegt, die sei­ne Fähig­keit, ein Kind zu zeu­gen, beeinträchtigt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Sep­tem­ber 2010 – IV ZR 187/​07