Umweltbewußtsein und soziale Verantwortung bei der Geldanlage

Über die Alters­vor­sor­ge macht sich jeder mehr oder weni­ger inten­siv Gedan­ken. Allein mit der gesetz­li­chen Ren­te wird die heu­te noch arbei­ten­de Bevöl­ke­rung im Alter ihren Lebens­stan­dard nicht hal­ten kön­nen. Wer kei­nem finan­zi­el­len Dis­as­ter in sei­nem Lebens­abend ent­ge­gen­se­hen möch­te, der sorgt vor: Wäh­rend Eini­ge sich für eine Rürup-Ren­te ent­schei­den, ist für Ande­re die Ries­ter-Ren­te die rich­ti­ge Vor­sor­ge. Eine wei­te­re Mög­lich­keit ist eine pri­va­te Ren­ten- oder Lebens­ver­si­che­rung. Ganz indi­vi­du­ell ent­schei­det sich jeder für den aus sei­ner Sicht rich­ti­gen Weg, der ihm im Alter ein finan­zi­el­les Pols­ter bietet.

In Zei­ten, in denen immer mehr Men­schen auf sau­be­re Ener­gie und umwelt­be­wuß­tes Ver­hal­ten ach­ten, hin­ter­fra­gen vie­le ihre Ren­ten und Geld­an­la­gen. Sie wol­len wis­sen, auf wel­che Art und Wei­se sich ihr Geld ver­mehrt. So ist es z.B. wich­tig, dass mit dem Geld kei­ne Kriegs­waf­fen pro­du­ziert wer­den, kei­ne Ölkon­zer­ne unter­stützt wer­den oder in Unter­neh­men inves­tiert wird, die schon klei­ne Kin­der hart arbei­ten lassen. 

Grü­nes Geld anle­gen ist gefragt! Auch im Bereich der grü­nen Finan­zen haben Spa­rer die Mög­lich­kei­ten sich um Ihre Alters­vor­sor­ge nach­hal­tig zu sor­gen. Sowohl die Ries­ter-Ren­te als auch die Rürup-Ren­te sind in grün zu haben. Genau­so sind pri­va­te Ren­ten­ver­trä­ge und Lebens­ver­si­che­run­gen in Form von nach­hal­ti­gen Invest­ment­ideen umsetz­bar. Grün heißt hier, das Geld fließt in eine sau­be­re Ener­gie aus Son­ne, Wind oder Was­ser. Es unter­stützt Bedürf­ti­ge mit Mikro-Kre­di­ten. Und es ist sicher ange­legt und erzielt eine gute Ren­di­te. Mit grü­nem Geld kann man gezielt steu­ern, wel­che Berei­che jeder indi­vi­du­ell beson­ders unter­stütz­ten möch­te. Außer­dem wer­den alle Unter­neh­men, in die die grü­ne Geld­an­la­ge inves­tiert, regel­mä­ßig nach ethi­schen und öko­lo­gi­schen Kri­te­ri­en über­prüft. Damit ist dann sicher­ge­stellt, dass Geld nur bei den Unter­neh­men ange­legt wird, die auch ver­ant­wort­lich handeln.

Eine der ursprüng­lichs­ten Mög­lich­kei­ten für grü­nes Invest­ment sind Holz­pro­jek­te. Dort kann man sich direkt an Auf­fors­tungs-Pro­jek­ten betei­li­gen. Man kann Grund­stü­cke pach­ten oder kau­fen und bewirt­schaf­ten las­sen. Oder man kauft heu­te eine Men­ge an Holz, das in der Zukunft gelie­fert wird. In der Zwi­schen­zeit wächst der Wald. Da ihre Edel­höl­zer nicht ver­braucht, son­dern für Möbel- oder Musik­in­stru­men­te­bau ver­wen­det wer­den, bin­den die Wäl­der CO2 langfristig.

Es ist eben­falls mög­lich, in Solar­an­la­gen zu inves­tie­ren und sich so eine sta­bi­le Ein­nah­me­quel­le zu sichern. Denn hier wird unmit­tel­bar von den staat­li­chen Ein­spei­se­ver­gü­tun­gen pro­fi­tiert. Der öko­lo­gi­sche Effekt die­ses grü­nen Invest­ments ist sehr hoch. Es fin­det eine direk­te För­de­rung des Umstiegs hin zu Erneu­er­ba­ren Ener­gien statt.

Spa­ren und Anle­gen ist auch mit hoher sozia­ler Ver­ant­wor­tung mög­lich. So wird mit sozia­len Fonds gezielt den wirt­schaft­li­che benach­tei­lig­ten Men­schen der Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­der gehol­fen, z.B. durch Mikro­kre­di­te. Sozia­le Fonds sind ein wesent­li­cher Bau­stein nach­hal­ti­gen Invest­ments und tra­gen zu mehr Gerech­tig­keit zwi­schen den rei­chen und den ärme­ren Men­schen bei. Sie sind kei­ne Almo­sen, son­dern Hil­fe zur Selbst­hil­fe. Grü­nes Geld anle­gen lohnt sich.