Factoring anstatt Kreditaufnahme

Oftmals wird in Unternehmen bei Geldnot ein Kredit aufgenommen. Dieser Kredit geht mit einer gewissen Laufzeit und meist hohen Zinsen einher. Factoring hingegen, ist eine Möglichkeit kurzfristige Forderungen an ein Unternehmen zu übertragen das sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. Beide Unternehmen schließen einen Vertrag der meistens eine Laufzeit von zwei oder mehr Jahren aufweist. Besonders für Start Ups oder Unternehmen die nur eine geringe Eigenkapitalqoute vorweisen können kann ein Factoring Service sinnvoll sein. Dadurch, dass Sie Ihre Forderungen verkaufen, können Sie schnell Liquidität erhalten ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Durch das Factoring haben Sie möglicherweise sogar die Chance Ressourcen und Zeit zu sparen.

 

Was genau ist Factoring?

Beim Factoring werden die Forderungen an ein anderes Unternehmen übertragen. Die darauf spezialisierten Unternehmen übernehmen dafür die Risiken die durch einen Forderungsausfall entstehen können. Wenn man das Factoring richtig anwendet kann das die Bilanz im Bereich Forderungen und Verbindlichkeiten positiv verbessern. Zudem hat das Unternehmen eine verbesserte Liquidität und Eigenkapitalqoute. Bis jetzt klingt das alles zu schön um wahr zu sein. Deswegen kommen wir jetzt dazu, wie die Factoring Anbieter Geld verdienen. Jedes Unternehmen das seine Forderungen an ein Kreditinstitut oder an einen Factoring Anbieter verkauft, muss gewisse Gebühren bezahlen. Diese Gebühren setzen sich sowohl aus den Umsätzen – und wie bei einer Bank auch – aus Zinsen für die Liquidität zusammen. Diese Gebühr kann natürlich damit gerechtfertigt werden, dass die Bank oder der Anbieter das Risiko des Zahlungsausfalls in Kauf nimmt.

 

Die unterschiedlichen Arten des Factorings

Es gibt unterschiedliche Arten von Factoring. Hauptsächlich geht es darum, ob der Debitor über die Abtretung der Forderungen informiert wird. Beim offenen Factoring ist genau das der Fall. Es müssen also die Forderungen an das Unternehmen bezahlt werden, welches die Forderungen angenommen hat (In diesem Fall dem Factoring-Anbieter). Beim Stillen Factoring wird der Debitor nicht darüber informiert, dass die Forderungen verkauft wurden. Hier liegt ein hohes Risiko für den Factoring Anbieter vor. Deshalb wird diese Form des Factorings nur sehr selten durchgeführt. Die Unternehmen werden vorher genauestens vom Anbieter geprüft. Falls das Unternehmen mit den offenen Forderungen zu einem hohen Prozentsatz die Forderungen zahlen wird, kann es sein, dass das Unternehmen auch einen stillen Factoring Prozess durchführen wird. Eine Mischform aus dem offenen und stillen Factoring ist das halb-offene Factoring. Beim halb-offenen Factoring wird dem Debitor eine andere Bankverbindung genannt. Diese Bankverbindung gehört dem Factor und nicht dem Unternehmen selbst.

Besonders für mittelständische Unternehmen die nicht so einfach Kredite von einer Bank bekommen, kann Factoring eine gute Möglichkeit sein Liquidität zu bekommen. Natürlich ist es mit zusätzlichen Kosten verbunden.

 

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