Ist der Kauf im Internet immer günstiger?

Die Digi­ta­li­sie­rung hat vie­le Berei­che im all­täg­li­chen Leben deut­lich ein­fa­cher gemacht. Wir kön­nen uns nicht nur schnel­ler infor­mie­ren, son­dern auch mit Freun­den, Bekann­ten und Fami­lie austauschen.

Aber auch das Ein­kau­fen gelingt durch das Inter­net ein­fa­cher. Es spart Zeit und die Ware wird direkt und bequem an die eige­ne Haus­tür gelie­fert. Vie­le Anbie­ter locken zudem neue Kun­den mit ein­zig­ar­ti­gen Rabatten.

Aber ist es wirk­lich güns­ti­ger, wenn man sich für den Kauf im Inter­net ent­schei­det? Gibt es nicht auch im loka­len Han­del immer mal wie­der Ange­bo­te und Schnäpp­chen? Eini­ge Fak­to­ren soll­ten bei dem Kauf auf jeden Fall berück­sich­tig werden.

Kostenfalle im Internet

Mitt­ler­wei­le gibt es kaum ein Pro­dukt, wel­ches man nicht käuf­lich im Inter­net erwer­ben kann. Auf der Suche nach einem Schnäpp­chen oder einem Ange­bot ist der ers­te Weg das Recher­chie­ren im Netz.

Hier wird einem direkt ein gro­ßes Ange­bot unter­brei­tet. Zum Bei­spiel bekommt man einen Rasen­mä­her von einem bestimm­ten Her­stel­ler für zahl­rei­che ver­schie­de­ne Prei­se. Häu­fig lie­gen sogar zwi­schen 50 und 100 Euro Unter­schied dazwischen.

Das gilt für die meis­ten Ange­bo­te. Nicht die Qua­li­tät oder auch der Her­stel­ler sind also unbe­dingt aus­schlag­ge­bend dafür, dass man im Inter­net deut­lich güns­ti­ger ein­kau­fen kann als im loka­len Handel.

Wich­tig ist jedoch nicht nur der Ein­kaufs­preis. Der Trick, den vie­le Händ­ler anwen­den, sind die Ver­sand­kos­ten. Nimmt man zum Bei­spiel ein Han­dy im Wert von 400 Euro, kann der Anbie­ter die­ses für 300 Euro anbieten.

Der Kun­de freut sich über das ver­meint­li­che Schnäpp­chen. Was jedoch vie­le über­se­hen, sind hohen Ver­sand­kos­ten. Nicht sel­ten sind die­se bei 50 bis 80 Euro ange­sie­delt. Der Ver­käu­fer holt sich also die Dif­fe­renz über die­sen Pos­ten wieder.

Man soll­te also nur dort bestel­len, wo die Ver­sand­kos­ten im übli­chen Rah­men sind. Es ist nicht ver­hält­nis­mä­ßig, wenn man für ein Buch 20 Euro oder mehr für die Ver­pa­ckung und den Ver­sand zah­len soll.

Eine ande­re Kos­ten­fal­le kön­nen die Steu­ern sein. Bestellt man Ware im Aus­land, dann kann es je nach Land zu einer Zoll­ab­wick­lung kom­men. Die ent­ste­hen­den Kos­ten und die Steu­ern müs­sen vom Emp­fän­ger, also dem Käu­fer getra­gen werden.

Am Ende ist die bestell­te Ware dann nicht mehr so güns­tig wie am Anfang noch gedacht. Ein Kauf im Inter­net ist also nicht immer güns­ti­ger oder lohnenswerter.

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